Der ZIA äußert sich besorgt über die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins erneut zu erhöhen (bitte EventID #21589 beachten).
Oliver Wittke, Hauptgeschäftsführer des ZIA, betonte, dass die Verschärfung der Geldmarktpolitik die Immobilienbranche erheblich belastet. Projektentwickler haben bereits Schwierigkeiten, ihre Vorhaben rentabel zu finanzieren, und einige Projekte mussten bereits gestoppt werden.
„Diese weitere Leitzinserhöhung könnte den Neubau von Immobilien vollständig zum Stillstand bringen“, warnte Wittke. „Die Leidtragenden sind letztendlich die Menschen in Deutschland, die dringend nach Wohnungen suchen. Dies könnte unvorhersehbare Folgen für den gesellschaftlichen Frieden haben. Auch die Kommunen müssen sich auf Verluste vorbereiten, da die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer weiter sinken werden.“
Angesichts dieser Entwicklungen fordert der ZIA entschlossene Maßnahmen. Es sind Erleichterungen von politischer Seite erforderlich: eine Begrenzung oder Aussetzung der Grunderwerbsteuer, eine Quote von 30 % für modulares und serielles Bauen sowie mindestens eine Aussetzung aller Gewinnabschöpfungsmodelle für Wohnungsbaugenehmigungen bis zum 31. Dezember 2024.
